7 auf einen Streich
Der Bericht zum 3. Eichsfelder Kinderschnellschachopen
7 auf einen Streich…
Zogen los um im Eichsfeld die Schachwelt aufzumischen. Zum nunmehr 3. Mal lud der Eichsfelder Sportclub – Abteilung Schach zum Jugend-Schnellschachturnier anlässlich des Weltkindertags. Gespielt wurden 7 Runden Schnellschach mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. In insgesamt 6 Altersklassen von U8 – U18 gingen 57 junge Schachspieler/innen an den Start.
Für uns Eisenacher bedeutete dies zunächst eine logistische Herausforderung. Mit 7 Anmeldungen war die Resonanz so groß wie noch nie. Dankenswerter Weise war der Kleinbus des Vereins verfügbar, sodass wir mit einem 8-Sitzer nach Leinefelde reisten. Fangen wir bei den jüngsten an.
In der U8 vertrat Leonard Jeratsch die Eisenacher und stellte sich damit erstmals überhaupt einem Wettkampf. Am Anfang war das Spielen mit der Uhr noch recht ungewohnt und die Aufregung erwartungsgemäß groß. Nach einer Niederlage fand der dann aber erstaunlich gut ins Turnier. Erst die erfahrenen Spieler Krapp und Fütterer konnten ihn stoppen, die jedoch auch über deutlich mehr Erfahrung verfügen. Leonard sammelte am Ende satte 3,5 / 7 Punkten und erspielte sich Platz 6/12. Für sein erstes Turnier war das eine bärenstarke Leistung.
Bei der U10 ging Shivansh Goel an den Start. Auch für ihn war das der erste größere Wettkampf überhaupt. Chancenlos war er keinesfalls und so erkämpfte er sich 1,5 / 6 Punkten und erhielt einen spielfreien Punkt, da das Feld ungerade war. Leider ließ er durch zu schnelles Spiel die eine oder andere Chance aus, sodass hier durchaus mehr drin war.
In der U12 waren wir mit 3 Teilnehmern am Stärksten vertreten. Für Helaludin Rasa und Saba Basanidze ging es darum Erfahrungen zu sammeln. Saba zeigt im Training sehr gute Fortschritte, allerdings gelingt es ihm bisher nicht diese auch im Turnier aufs Brett zu bringen. Trotz solidem Spiel unterliefen ihm zu viele Ungenauigkeiten und so beendete er das Turnier mit 2 Punkten auf Platz 10/12. Für Helaludin lief es etwas besser, der seit jeher auf kompromisslosen Angriffsstil setzt. Dieser brachte ihn 3 Punkte und am Ende Platz 7 ein. An der Spitze kämpfte Wilhelm Schubert, als Nr. 2 der Startrangliste. Nach 2 Anfangssiegen kam es bereits in Runde 3 zum direkten Duell mit der Nr. 1 Mika Rexhausen. Es entwickelte sich eine dramatische Partie in der Wilhelm jedoch deutlich mehr Zeit verbrauchte als Mika. Am Ende sorgte das für zu viele Ungenauigkeiten, sodass sich Wilhelm geschlagen geben musste. Nervenaufreibend wurde es dann nochmal in der letzten Runde. Wilhelm verbrauchte viel Zeit um einen brauchbaren Plan zu finden. Dieser bewegte dann seinen Gegner zu taktischen Fehlern aber Wilhelm verblieben nur noch 30 Sekunden um die Partie zu gewinnen. In einem hochdramatischen Finale schaffte er es ihn mit nur noch 1 Sekunde auf der Uhr mitten auf dem Brett Schachmatt zu setzen. Damit sicherte sich Wilhelm mit 6/7 den 2. Platz.
Sandro Basanidze (U16) und Arthur Lotz (U18) tummelten sich in der gemeinsamen AK U16/U18. Für Sandro war es das erste Turnier überhaupt. Positiv zu bemerken war sein ruhiges und konzentriertes Spiel. Leider verfügten alle seine Gegner über viel mehr Wettkampferfahrung, sodass er leider am Ende keine Partie gewinnen konnte.
Arthur wiederrum machte sich berechtigte Hoffnungen auf die Spitze. In der 4. Runde kam es zum Spitzenspiel gegen die Nr. 1 Alexander May. Arthur erarbeitet sich eine vorteilhafte Stellung und hielt Alexander stand. Eine etwas ungenaue Abwicklung brachte ihn in ein schwieriges Endspiel welches May mit auch noch mehr Zeit auf der Uhr sicher verwandelte. Eine Runde darauf überraschte Arthur die Zuschauer indem er den Lokalmatador Jonathan Meitzner in eine Eröffnungsfalle lockte, die auch zuschnappte. Frustriert opferte Meitzner die Dame für einen Läufer und gab kurz danach kopfschüttelnd auf. Durch ein taktisches Remis in der letzten Runde sicherte sich Arthur Platz 2 in der U18.
Damit ging ein schönes und erfolgreiches Turnier für uns zu Ende. Zwischen den Runden konnten alle das schöne Wetter vor der Halle bei Fußball und anderen Aktivitäten genießen. Die Versorgung durch die Eltern des ESC war wieder wunderbar und auch die Orga rund um Christian Löffelholz kann nur gelobt werden.