Hoch hinaus
… ging es für Hannes Pinnau und Wilhelm Richard Schubert beim 15. Nordhäuser Schachopen. Vom 31.7. – 3.8.2025 richtete der SC 1951 Nordhausen das größte Schachopen Thüringens aus. In 2 Gruppen (Meister- und Hauptturnier) duellierten sich fast 250 Schachfreunde aus nah und fern.
Hannes und Wilhelm traten beide im Hauptturnier mit einer DWZ-Obergrenze von 1800 an. Ersterer machte keinen Hehl daraus, dass er selbiges gewinnen möchte. Mit Startrang 11 lag er damit auch in der erweiterten Favoritengruppe, aber jedes Turnier hat seine eigenen Gesetze. Für Hannes lief das Turnier sehr gut an, mit 4 aus 4 unterstrich er seine Ambitionen. In Runde 5 erkämpfte er sich eine Punkteteilung gegen den auf Startrang 2 platzierten Silvio Niemann und blieb auf Kurs. Die vorletzte Runde wurde dann zum Krimi und vorentscheidend. In guter Stellung verlor Hannes die Uhr aus den Augen und überschritt unglücklich die zulässige Bedenkzeit. Damit waren die Titelträume ade aber ein Platz auf dem Podium zumindest noch theoretisch möglich. Letztlich wurde es dann aber doch „nur“ der undankbare 4. Platz. Dennoch unterstreicht das Turnier Hannes seine sehr gute Form und die Fortschritte der letzten Monate. Er wird nach dem Turnier sicher die 1800 DWZ überschreiten und kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.
Wilhelm „gönnte“ sich vor Nordhausen 1 Woche Schachferien-Camp an der polnischen Ostsee. Der Verein chesscamp4kids.eu bietet dieses einmalige Angebot in einer Mischung aus deutsch-polnischem Jugendaustauch gepaart mit Schachtraining und -Turnieren an. In Nordhausen startete Wilhelm von Rang 98/133 ins Turnier, was auch daran lag, dass die Startrangliste nach Elo sortiert wurde und Wilhelm selbige noch nicht hat.
Nach einer Auftaktniederlage konnte er den deutlich stärkeren und erfahreneren Gerd Lübbecke bezwingen. Nach einer weiteren Niederlage konnte er nicht mehr so recht ins Turnier finden und remisierte anschließend viermal, mal in besserer, mal in schlechterer Stellung. Am Ende bedeutet dies Rang 80 und eine deutliche Steigerung gegenüber dem Startrang. Zufrieden war Wilhelm dennoch nicht, denn es war deutlich mehr drin. Hoch einzuschätzen sind jedoch die gewonnenen Erfahrungen, so hat er innerhalb von 14 Tagen 14 Langzeitpartien unter Wettkampfbedingungen gespielt und somit seine Spielerfahrung in diesem Bereich nahezu verdoppelt. Damit geht Wilhelm gut vorbereitet und gestärkt in die neue Saison und wir sind sehr gespannt wie sich unser Nachwuchs da präsentieren wird.
Alle Ergebnisse sind hier zu finden.