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Nervenstärken

Der Bericht zum VII. Wartburgopen 2026

Beim Schach spielen zählen nicht nur gute Ideen, sondern auch starke Nerven, um diese sprichwörtlich auf die Straße bzw. das Brett zu bringen. 62 Schachspieler/innen trafen sich am 6.6.26 im Ehrhardt-Saal der Automobilen Welt Eisenach, um das königliche Spiel in einer einmaligen Atmosphäre zu genießen. Eingerahmt von 2 frühen Eisenacher Automobilen wurden 7 Runden Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Min. pro Spieler und Partie absolviert. Dabei war das Turnier „offen“ für alle, also auch vereinslose. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal 5 Jahre alt, der älteste stolze 82. Zeitgleich fungierte das Turnier als Bezirk-Schnellschachmeisterschaft für den Bezirk Südthüringen. 

Am Brett kam es dann zu nervenaufreibenden Duellen und Zeitnotschlachten. Die eine oder andere Uhre ächzte lautstark unter dem Dauerfeuer, aber es hielten alle stand. Eine kleine Umfrage in der Mitte des Turniers ergab, dass sich eine knappe Mehrheit durchaus vorstellen kann im nächsten Jahr mit Inkrement zu spielen. Für die Qualität der Partien und die Nerven der Schiedsrichter ist das durchaus zuträglich. 

Sportlich startete das Turnier gleich mit einer Überraschung, als der „Neu-Eisenacher“ Sebastian Müller als Setzranglistenerster gegen Steffen Landsiedel unterlag. Es entwickelte sich ein heißer Kampf um die Spitze, die letztlich Bastian Creß (SG BW Stadtilm) mit der besseren Feinwertung für sich entscheiden konnte. Knapp dahinter folgte FM Christian Aepfler (SSV Vimaria Weimar) vor Nachwuchstalent Dmytro Boroschnev (SC Turm Erfurt) der vor Kurzem noch die Jugend-DEM in Willingen mitspielte. 

Interessanterweise gingen die ersten 3 Plätze der Bezirksmeisterschaft nach Eisenach. Hier triumphierte Viatcheslav Minor, vor Hannes Pinnau und Wilhelm Schubert. Besonders hervorzuheben ist die herausragende Leistung von Wilhelm (13 Jahre) der eine Elo-Leistung von 1973 hin bretterte, obwohl seine eigene Elo gerade einmal 1602 beträgt. Ein Achtungserfolg des Eisenacher Ausnahmetalents. Neben den genannten wurden noch die jeweils 3 Besten der U10/U14/U18 und Senioren (Ü60) ausgezeichnet. Zudem gab es einen Preis für die Beste Dame und den Besten Eisenacher. Alle ausgezeichneten Teilnehmer erhielten einen Geldpreis. 

Für das leibliche Wohl sorgte das Team vom Casa Carolina, so gab es zum Mittag z.B. original rumänische Bohnensuppe mit Würstchen. Die Resonanz der Anwesenden war einstimmig positiv und Eisenach hat sich einmal mehr als attraktiven Veranstaltungsort für Schachspieler empfohlen. Im nächsten Jahr versuchen wir dann den Saal noch etwas mehr zu füllen und gehen vll. wieder zurück auf den Termin im März zum Sommergewinn. Als nächstes Großevent im AWE steht dann unser 2. Eisenacher Jugendopen vom 10. – 13.10.2026 an. 

Bis dahin mache ich mir mal Gedanken wie man PS in NS (Nervenstärken) umrechnen kann. 

Ergebnisse 

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