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Langer Weg

Der Bericht zur Landeseinzelmeisterschaft der Jugend

Nicht nur der Weg nach Naumburg zur diesjährigen Landesmeisterschaft der Jugend war lang, sondern auch der Weg zum schachlichen Erfolg. Mit insgesamt 6 Wartburgstädtern reisten wir in die Domstadt an der Saale. Nachdem ich letztes Jahr noch alleine mit Wilhelm dort war, war allein schon diese zahlenmäßige Steigerung der Qualifizierten ein voller Erfolg. Neben besagtem Wilhelm (U14) traten Leonard (U10), Elisabeth (U10w) und Arthur (U18) an. Unterstützt wurde ich von Hannes Pinnau als 2. Trainer, sodass wir alle Partien in Ruhe analysieren konnten und auch die eine oder andere Vorbereitung möglich war.  

Für Leonard und Elisabeth war es die erste Landesmeisterschaft überhaupt und beide können auch noch 2 Jahre in der U10 mitspielen, sodass hier erstmal das „Erfahrungen sammeln“ im Vordergrund stand. Für beide ging es mit 2 Auftaktniederlagen denkbar schlecht los. Elisabeth legte dann aber den Schalter um und gewann 3 Partien in Folge. In der 6. Runde unterlag sie leider Lea Feifarek, sodass sie in der Schlussrunde noch das Spielfrei bekam. Mit 3/6 erspielten Punkten knackte sie die 50% Marke und ihr Debüt bei der Landesmeisterschaft ist gelungen.

Leonard avancierte eher zum tragischen Helden. Er bestach durch ruhiges Spiel, was in dieser Altersklasse schon viel Wert ist. Zum Teil dauerten seine Partien 1,5 – 2 Stunden. Leider fehlte ihm das Quäntchen Glück um die z.T. guten Stellungen auch zu verwerten. Am Ende stand nur ein Unentschieden bei 5 Niederlagen zu Buche. Leo nahm es aber gelassen und zum Trost durfte er sich über seine erste DWZ von 763.

Dramatik pur gab es in diesem Jahr in der U14. Wilhelm startete von Rang 6 im Kreis der Podiumsanwärter und fand sehr gut ins Turnier. Die Runde 2 bescherte ihm bereits den Platz am Spitzenbrett gegen den haushohen Favoriten Mattheo Gabriel Junge (Schott Jena) der letztlich mit 7/7 souverän das Turnier gewann. Mit 2 Siegen und einer Niederlage saß Wilhelm dann in Runde 4 Hugo Sommer gegenüber. Durch einen Zug vom Gegner irritiert bot Wilhelm im 9. Zug Remis, was Hugo auch annahm. Irgendwie war dann der Wurm drin, denn gegen Johann Balthasar verbrauchte Wilhelm viel Zeit und stellte in Zeitnot die Partie ein. Das Thema zog sich dann auch durch die restlichen Partien und immerhin konnte er noch gegen seinen Dauerrivalen Mika Rexhausen ein Remis erstreiten. Platz 14 /20 war natürlich nicht das was sich Wilhelm und wir erhofft haben aber auch das gehört zum Schach dazu. Nun gilt es am Zeitmanagement zu arbeiten und im nächsten Jahr nochmal in der U14 anzugreifen.

Arthur ist für mich der Effizienzmeister im Schach. Man könnte auch sagen Energiesparmodus. Lieber mal ein Remis machen um 5 DWZ-Punkte Plus zu machen, statt auf Sieg zu spielen. Seis drum ist damit zufrieden und ich bin es auch. Am Ende spielte er sich strategisch auf den 4. Platz in der U18, was ein super Ergebnis für seine letzte ThEM ist. 3. Wollte er nie so richtig werden, der Platz ging an Armin Recknagel von Steinbach-Hallenberg. Dennoch unterstreicht es aber, dass es viele Jahre bzw. sehr viel Erfahrung braucht, bis man bei einer Landesmeisterschaft vordere Plätze holen kann. Die ThEM ist der härteste Wettkampf für unsere Jugend, da dort nur junge, motivierte und gut trainierte Jugendliche auflaufen. Mit Blick auf unsere Jugendarbeit bin ich zuversichtlich, dass wir in Zukunft durchaus ein Wörtchen mitreden werden können.

Im Rahmenprogramm gab es in diesem Jahr auch wieder die Th. Einzelmeisterschaft im Blitzschach. Wilhelm, der ja eigentlich kein Blitzer ist, spielte in der U14 mit und erspielte sich mit 5,5/9 einen starken 7. Platz von 32 Teilnehmern. Beim Veteranenturnier („Ü18“) kreuzten Arthur und Hannes die Klingen. Hannes spielte ambitioniert und erkämpfte sich einen starken 3. Platz hinter FM Scheftlein und CM Philipp. Arthur begnügte sich mit Platz 10/13. 

Mit diesen tollen Ergebnissen, vielen Eindrücken, Erfahrungen und neuen Schachfreundschaften traten wir den Heimweg an. 

Alle Ergebnisse gibt es hier 

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