Und der 2. folgt zu gleich
Der Bericht zum 9. Hallenburg Cup am 27.9.2025
nach unserem Ausflug ins Eichsfeld am vergangenen Wochenende ging es dieses Mal in südlicher Richtung nach Steinbach-Hallenberg zum 9. Hallenburg-Cup. Die Randbedingungen waren ähnlich, d.h. 7 Runden Schnellschach, hier allerdings mit 20 Minuten Bedenkzeit. In der U8 wurden nur 5 statt 7 Runden gespielt, da früher meiste in den Runden 6 und 7 nur noch wildes „Gewürfel“ auf dem Brett zu sehen war.
Mit eigentlich geplanten 6 Startern kamen wir in der Haseltalhalle an, als sich Charlotte Hein dann wohl ob der schönen Kulisse und dem Preistisch, spontan entschließ auch mitzuspielen. Fangen wir also unten in der U8 an. Elisabeth und Charlotte Hein, sowie Leonard Feldbusch vertraten Eisenach. Für Elisabeth ging es mit 2 Auftaktsiegen sehr gut los. Allerdings ging ihr danach die Puste aus und so blieb es am Ende bei den 2 Zählern. Für ihre Schwester, die gerade mal 5 Jahre alt ist, war es das erste offizielle Turnier überhaupt und so hieß die Devise so oder so erstmal Erfahrungen sammeln.
Für die Überraschung des Tages sorgte Leonard, nach einer Auftaktniederlage und sichtlicher Nervosität dachte ich mir schon „Das kann ja was werden“. Wurde es dann auch, denn er gewann Runde um Runde und bestach durch für U8 Verhältnisse ruhiges Spiel. In der letzten Runde kam er gegen den Turniersieger Theodor Franke, der bisher gewann. Leonard sagte am Brett noch „Das wird kein leichter Sieg“ und ich entgegnete ihm „Na und, dann wird es halt ein schwerer Sieg“. Wie auch immer schien die Konzentration von Franke nicht mehr hoch zu sein und so verlor er eine Figur nach der anderen. Durch ein schönes Matt beendete Leonard die Partie und schob sich auf den 3. Platz vor – und das bei seinem 2. Turnier überhaupt!
In der U10 kämpfte Shivansh Goel für die Wartburgstadt. Leider schlägt er noch immer gerne mehrmals gedeckte Figuren raus und opfert zu optimistisch. Wenn er das in den Griff bekommt, dann klappt es auch mit den Punkten besser. Dennoch holte er immerhin 2,5/7 Punkten und konnte das Turnier leistungsgerecht beenden.
Zum Nervenkrimi für den Trainer entwickelte sich erneut die U12 rund um Wilhelm Schubert. Als Platz 1 der Setzliste gestartet ist es erfahrungsgemäß schwer diesen auch 7 Runden lang zu behaupten. Nach 3 Siegen kam er in Runde 4 gegen Johann Balthasar, die Nummer 2. Wilhelm verbrauchte viel Zeit im Mittelspiel, um einen brauchbaren Plan zu finden. Das gelang ihm nicht so richtig und so kippte die Partie im Endspiel zu Gunsten von Balthasar, obwohl selbiges Remis sein sollte. Für Wilhelm ein herber Schlag, aber es galt konzentriert zu bleiben. So kam es dann auch, dass Victoria Sniegowski gegen Balthasr gewann und Wilhelm schließlich in der Schlussrunde gegenübersaß. Da ließ er dann nichts mehr anbrennen und siegte souverän. Auf Grund der besseren Feinwertung katapultierte ihn dies zum Turniersieg in der U12!
Saba startete mit einem kampflosen Freipunkt in das Turnier, wodurch er danach erstmal recht starke Gegner bekam. Letztlich konnte man bei ihm die 1000-DWZ Marke als recht zutreffend erkennen, soll heißen, dass er alle unter 1000 DWZ besiegte und gegen jene darüber unterlag. Mit 3/7 vermochte er nicht ganz zufrieden sein.
Umso schwerer hatte es sein Bruder Sandro in der U16, die gemeinsam mit der U18 spielte. Hier war der Spielstärkenunterschied noch krasser. Dennoch blieb Sandro motiviert und schließlich gelang ihm in der Schlussrunde ein Remis gegen Jan Henrik Hofmann über das er sich wahnsinnig freute.
Aus unserer Sicht ging damit ein sehr schöner Tag in Steinbach-Hallenberg zu Ende. Wilhelm und Leonard freuten sich über ihre Pokale, während es für alle Sachpreise gab. Ein besonderer Dank gilt Karsten Hoffmann und dem gesamten Team für die hervorragende Organisation.
Zu den Ergebnissen geht es hier.